Es gibt eine Alternative zu den bekannten Überseecontainern…

Es gibt eine Alternative zu den bekannten Überseecontainern…

Der Trans-Eurasia-Express sollte ab Anfang 2009 einmal wöchentlich aus Peking oder Shanghai nach Hamburg, Duisburg oder Nürnberg und in Gegenrichtung fahren. Wegen der durch die globale Wirtschaftskrise gesunkenen Auslastung des Trans-Eurasia-Express musste der vorgesehene Start zunächst verschoben werden. Grundsätzlich sind nach den Planungen drei Routen möglich:

China–Nordostchina–Sibirien–Westrussland–Weißrussland–Polen–Deutschland (12.920 km, 19 Tage mit Ganzzug)
China–Mongolei–Sibirien–Westrussland–Weißrussland–Polen–Deutschland (12.240 km)
China–Kasachstan–Westrussland–Weißrussland–Polen–Deutschland (10.320 km, 18 Tage mit Ganzzug)
Seit September 2014 sind wöchentlich vier Züge zwischen Deutschland und China unterwegs.

An der Grenze zwischen China und Russland/Mongolei/Kasachstan und an der polnisch/weißrussischen Grenze müssen die Containertransporte aufgrund der unterschiedlichen Spurweiten umgekrant werden.

Der Transport mit einem Containerschiff benötigt von China nach Deutschland rund 28 Tage. Die Bahnvariante ist bis zu 10 Tage schneller.

Ein weiterer Aspekt der für die Bahnvariante spricht ist der Umweltschutz. Ein Grossteil der Containerschiffe wird immer noch mit Schweröldieselmotoren betrieben. Schweröl (englisch Heavy Fuel Oil, HFO) ist ein Rückstandsöl aus der Destillation oder aus Crackanlagen der Erdölverarbeitung. Internationale Handelsbezeichnung eines solchen Öles ist: Marine (Residual) Fuel Oil (MFO; deutsch Marines Rückstandsöl). Im Grunde genommen ein Abfallprodukt der Ölförderung. Die Nutzung von Schweröl als Betriebsstoff von Schiffsmotoren wird von Umweltverbänden wie dem NABU angeprangert. Die Kritik richtet sich gegen die Verklappung von Sludge und auch gegen den hohen Schadstoffausstoß im Normalbetrieb.

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